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Thomas de Lates
Münchens Schmuse-Bariton für Jazz und Swing
Musik liegt ihm im Blut: seine Mutter brachte in den Nachkriegsjahren die Familie durch, indem sie in den amerikanischen
Offiziersclubs mit ihrem betörenden Mezzosopran die Operettenmelodien von Lehár und Kálmán
erklingen ließ, während sein Vater ihn mit der für waschechte Ungarn sprichwörtlichen Musikbegeisterung
imprägnieren konnte - jaj Mamám, mulatság! Grundsteine für einen Musikenthusiasmus, mit dem alles,
was zwischen Notenlinien passt, von frühester Jugend an unermüdlich aufgesogen wurde ist: von der Musik der griechischen
Antike bis hin zu den rituellen Gesängen nordamerikanischer Indianer, von den Chansons der provenzalischen Troubadours bis
zu Strawinsky und den Hochzeitstänzen der rumänischen Sinti, von Monteverdi und Mozart bis Miles Davis, und von Bach,
Beethoven und Bruckner bis zu den Beatles - wobei ihn die Magie der Stimme seit je her am meisten fasziniert hat.
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